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Aushilfstätigkeiten definieren
Im ersten Schritt muss definiert werden, was unter Aushilftätigkeiten verstanden wird. Dazu gehören unter anderem: das Aushelfen in einem anderen Prozess (z.B. Kommissionierende im Versand) oder die Durchführung von Hilfsarbeiten wie Müllsortierung etc.
2
Zeitanteil in Aushilfstätigkeiten ermitteln
Im zweiten Schritt kann ermittelt werden, wie viel Zeit die Mitarbeitenden im Mittel pro Tag mit Aushilfstätigkeiten verbringen.
A
Motion-Mining®
In Motion-Mining®-Projekten kann die Aufenthaltsdauer in zuvor definierten Bereichen ermittelt werden. Hierzu müssen Bereiche, in denen Aushilfstätigkeiten stattfinden, als solche definiert werden. Gleichzeitig kann geprüft werden, wie häufig Mitarbeitende Fahrzeuge oder Hilfsmittel nutzen, die in dem eigentlich zugeordneten Prozess nicht benötigt werden.
B
Prozessbeobachtung und Zeitaufnahme
Bei einer Prozessbeobachtung kann die Aufenthaltsdauer in bestimmten Bereichen oder die Nutzung von Fahrzeugen oder Hilfsmitteln, die nicht zum Prozess gehören, mit Hilfe einer Stoppuhr oder einer entsprechenden App erfasst werden.
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Ermittlung des Einsparpotenzials
In der Regel sind Aushilfstätigkeiten nicht vollständig unproduktiv, da eine Arbeit erledigt wird, die ohnehin erledigt werden muss. Durch den Wechsel entstehen jedoch Zeiten für die Orientierung und Gewöhnung, sodass häufige Wechsel vermieden werden sollten.
A
Motion-Mining®
Im Rahmen eines Motion-Mining®-Projekts können Prozesse definiert werden. Aus den aufgezeichneten Daten kann die durchschnittliche Durchlaufzeit ermittelt werden. Zudem kann die Durchlaufzeit danach gefiltert werden, ob vorher eine Aushilfstätigkeit stattgefunden hat oder nicht.
B
Prozessbeobachtung und Zeitaufnahme
Bei einer Prozessbeobachtung kann mittels einer Stoppuhr die Durchlaufzeit gemessen werden. Hierbei muss notiert werden, ob es sich um einen Durchlauf nach einer Aushilfstätigkeit handelt oder nicht.
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Vergleich der Durchlaufzeiten
Beim Vergleich der Durchlaufzeiten wird in der Regel deutlich, dass Durchläufe nach einem Prozesswechsel oder einer Aushilfstätigkeit länger dauern als ohne einen Wechsel. Dies liegt sowohl an der Zeit für den Wechsel (z.B. räumliche Trennung) als auch an Orientierungszeiten. Die Auswirkung je Tag zeigt sich in der Differenz zwischen beiden Durchlaufzeiten multipliziert mit der Häufigkeit von Aushilfstätigkeiten je Mitarbeiter:in und Tag.









