Lagertechnik: Das Fundament effizienter Intralogistik

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Einführung: Warum Lagertechnik mehr ist als Infrastruktur
Die Lagertechnik entscheidet heute über weit mehr als nur „Stauraum“. Sie bildet das physische Fundament für Prozesse, Automatisierung und Effizienz – von manuellen bis hin zu teil- und vollautomatisierten Abläufen. Die Wahl des richtigen Systems beeinflusst den Durchsatz, die Flexibilität und die langfristige Wirtschaftlichkeit eines Standorts. Während die Materialflüsse sichtbar sind, liegen die Ursachen für reibungslose Abläufe oft im Verborgenen: im Layout, in der Systemlogik sowie in der Art und Weise, wie Waren gelagert, bereitgestellt und bewegt werden. 
Zwischen Bestand und Bewegung: Lagertechnik schafft die strukturelle Basis für automatisierte und resiliente Intralogistik. Zwischen Bestand und Bewegung: Lagertechnik schafft die strukturelle Basis für automatisierte und resiliente Intralogistik.
Kernbereiche der Lagertechnik
Die moderne Lagertechnik besteht aus kombinierbaren Bausteinen, deren Gewichtung je nach Einsatzszenario variiert.
  • Regalsysteme: Paletten-, Fachboden- und Mehrgeschossregale bilden die Basis vieler Lager. Sie überzeugen durch einfache Integration, klare Strukturen und hohe Flexibilität, insbesondere im Brownfield.
  • Shuttle- & Kanallager: Ideal für hohe Durchsätze und repetitive Prozesse sind standardisierte Ladeeinheiten, die eine hohe Lagerdichte und einen schnellen Zugriff aufweisen.
  • AS/RS (Automated Storage & Retrieval Systems): Automatisierte Kleinteile- oder Palettenlager maximieren die Raumausnutzung und die Prozesssicherheit. Sie erfordern jedoch eine sorgfältige Planung und Integration.
  • Fördertechnik: Das Rückgrat kontinuierlicher Materialflüsse zwischen Lagerbereichen, Produktionslinien und Kommissionierplätzen wird oft als entscheidender Hebel für Taktung und Durchsatz eingesetzt.
  • AGV-/AMR-gestützte Lagersysteme: Die Kombination aus klassischen Lagersystemen und fahrerlosen Transportfahrzeugen (AGVs/AMRs) ermöglicht hochflexible Materialflüsse ohne feste Fördertechnik. Sie eignen sich besonders für dynamische Layouts, schrittweise Automatisierung und Brownfield-Umgebungen, in denen Skalierbarkeit und Anpassungsfähigkeit entscheidend sind.

Trends & Herausforderungen in der Lagertechnik

Die Entscheidungen werden zunehmend von Leistungsdruck, Flächenknappheit und Kostensensibilität geprägt. Vier Entwicklungen stechen dabei hervor:

  • Brownfield im Fokus: Da neue Flächen rar sind, gewinnt die Automatisierung bestehender Standorte an Bedeutung. Gefragt sind kompakte, modulare Systeme, die sich ohne lange Stillstandszeiten integrieren lassen.
  • Flexible Automatisierung: Starre Fördertechnik wird durch skalierbare Bausteine ergänzt, beispielsweise durch Shuttle-Systeme, AMR und modulare Lagertechnik. Dadurch sind Anpassungen im laufenden Betrieb möglich, sofern die Prozess- und Systemintegration sauber aufgesetzt sind.
  • Software, Daten & KI: Die Lagertechnik ist eng mit der IT verknüpft. Echtzeitdaten, cloudbasierte Steuerungen und KI-gestützte Optimierungen beeinflussen den Materialfluss. Ohne eine stabile IT und klare Schnittstellen bleibt das Potenzial ungenutzt.
  • Wirtschaftlichkeit & Sicherheit: Investitionen stehen unter striktem Kosten-Nutzen-Druck. Gleichzeitig gewinnen IT-Sicherheit, Resilienz und Nachhaltigkeit an Bedeutung, um Lagerstrukturen langfristig belastbar auszurichten.
Ausblick: Lagertechnik als strategischer Hebel

Die Zukunft liegt nicht in einer „Maximalautomatisierung“, sondern in passgenauen, kombinierbaren und datenfähigen Lösungen, die sich an realen Prozessanforderungen statt an Idealbildern orientieren. Wer Lagertechnik als Portfolio skalierbarer Bausteine betrachtet, ist in der Lage, schnell auf Nachfrage, Varianten und Layoutänderungen zu reagieren.

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Zu den meistgesehenen Anbietern im Bereich Lagertechnik auf unserer Plattform zählen:
Cellgo
Cellgo automatisiert Kleinteilelager speziell für den Mittelstand mit einer schlüsselfertigen Kombination aus Robotik, Software und modularem Regalkonzept. Die Lösung ist leicht integrierbar und flexibel erweiterbar – auch im Brownfield.

MODULA
MODULA steht für platzsparende, vertikale Lagersysteme und ergänzende Software-/Kommissionierlösungen. Das globale Netzwerk und der neue Standort in Gersthofen gewährleisten eine schnelle Implementierung und einen verlässlichen Betrieb.

Gridstore realisiert maßgeschneiderte, hochflexible Kompaktlager für die Bereiche Kommissionierung und Pufferlager und setzt mit energieeffizienten PowerCaps und recyclingfähigen Behältern auf Nachhaltigkeit.
Jungheinrich bietet ganzheitliche Intralogistiklösungen – vom Flurförderzeug bis zur vollautomatisierten Systemlösung – inklusive Software, Service und einem dichten Ersatzteil-/Servicenetz für maximale Verfügbarkeit.

Wie unterstützt Motion-Mining® bei der Auswahl der richtigen Lagertechnik?

Die Auswahl ist selten rein technisch. Motion Mining® schafft eine objektive Grundlage, indem reale Wege, Bewegungen und Prozesszeiten im Bestand analysiert werden. So erkennen Sie:

  • Wo Lagertechnik Prozesse unterstützt oder ausbremst, z. B. durch Wartezeiten, Umwege, Nacharbeitsanteile.
  • Welche Systeme im täglichen Betrieb wirklich funktionieren – und nicht nur auf dem Papier gut aussehen.
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So wird Lagertechnik nicht aus dem Katalog entschieden, sondern auf Basis von Daten – als Fundament effizienter Intralogistik.


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