#DiscoverTheDifference: Wie hochgetaktete Prozesse auch ohne Fördertechnik flexibel verknüpft werden können - Teil 1

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Hochgetaktete Produktionslinien brauchen klare Takte, verlässliche Übergaben und stabile Prozesse. Genau deshalb gilt Fördertechnik in vielen Anlagen noch immer als gesetzt: Wenn es schnell, präzise und dauerhaft laufen soll, führt vermeintlich kein Weg an starren Bändern, Ketten oder Schienensystemen vorbei.

Doch diese Annahme greift zu kurz. Denn moderne Transportautomatisierung muss heute mehr leisten als nur Behälter von A nach B zu bewegen. Sie muss Layouts offenhalten, Maschinen flexibel miteinander verknüpfen, Wartung erleichtern und trotzdem mit der Geschwindigkeit getakteter Prozesse mithalten.
Marcel Meckes, Geschäftsführer Carrybots – entwickelt mobile Robotiklösungen für effiziente und anpassungsfähige Materialflüsse. Marcel Meckes, Geschäftsführer Carrybots – entwickelt mobile Robotiklösungen für effiziente und anpassungsfähige Materialflüsse.
Der Irrtum

„Hochgetaktete Linien müssen mit Fördertechnik verknüpft werden.“

Dieser Satz klingt plausibel, weil Fördertechnik lange die naheliegende Antwort auf hohe Taktzahlen war. Sie ist robust, planbar und leistungsfähig. Aber sie ist auch starr. Einmal installiert, bestimmt sie das Anlagenlayout, blockiert Flächen, erschwert Zugänge und macht spätere Änderungen teuer.

Mobile Roboter wurden deshalb oft als flexible, aber nicht gleichwertige Alternative betrachtet: zu langsam, zu ungenau, zu anfällig für den Einsatz zwischen getakteten Maschinen. Für viele Entscheider entstand daraus ein scheinbarer Zielkonflikt: Entweder hohe Leistung mit starrer Fördertechnik oder flexible Flächennutzung mit Abstrichen bei Taktung und Verfügbarkeit.

Die Realität

In der Produktion ändern sich Anforderungen schneller als klassische Fördertechnik sich anpassen lässt. Produktvarianten, Wartungsfenster, Maschinenstillstände, neue Linienkonzepte oder geänderte Verpackungslogiken wirken direkt auf den Materialfluss.

Wenn Verknüpfungen zwischen Maschinen fest verdrahtet sind, wird jede Anpassung zum Eingriff in die Infrastruktur. Aus einer Transportlösung wird dann ein Layoutlimit. Wege werden blockiert, Maschinen sind schlechter erreichbar und aus einzelnen Störungen können schnell größere Produktionsverluste entstehen.

Genau hier entstehen die versteckten Kosten starrer Automatisierung: nicht nur in der Anschaffung, sondern vor allem in fehlender Reaktionsfähigkeit.

Der Unterschied

HERBIE von Carrybots verknüpft hochgetaktete Prozesse mobil, präzise und zuverlässig. Das System wurde speziell dafür entwickelt, getaktete Maschinen flexibel miteinander zu verbinden, ohne die Produktion durch starre Fördertechnik räumlich festzulegen.

Die Fahrzeuge erreichen eine Fahrzeugverfügbarkeit von über 99,6 Prozent. Sie positionieren sich mit einer Genauigkeit von +/- 3 Millimetern in unter einer Sekunde. Gleichzeitig starten die Anschaffungskosten bei 10.000 EUR pro Fahrzeug. Damit wird mobile Transportautomatisierung nicht nur technisch leistungsfähig, sondern auch wirtschaftlich skalierbar.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt die Anwendung bei Tetley/Tata in England. Dort bewegen 77 HERBIE-Fahrzeuge in acht Kreisläufen 912 Teeträger pro Minute. Pro Tag legen die Fahrzeuge rund 750 Kilometer zurück. HERBIE übernimmt damit eine Aufgabe, die bislang typischerweise High-Speed-Fördertechnik vorbehalten war.

Ein Video der Anlage bei Tetley zeigt den Materialfluss im Betrieb:


#DiscoverTheDifference

Wenn Sie prüfen möchten, ob sich Ihr Materialfluss ebenfalls flexibel mit HERBIE verknüpfen lässt, sprechen Sie mit Carrybots über ein konkretes Projekt.

„Hochgetaktete Produktion braucht nicht zwangsläufig starre Fördertechnik. Entscheidend ist, dass mobile Systeme dieselbe Prozesssicherheit liefern und gleichzeitig die Freiheit schaffen, Anlagen neu zu denken.“
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